Stellungnahme zum GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AM-VSG)

Das AMVSG soll die Ergebnisse des Pharmadialogs umsetzen. In diesem Dialog ging es um die Förderung von Forschung und Produktion von Arzneimitteln in Deutschland, aber auch um die Finanzierbarkeit der Arzneimittelversorgung sowie die Stärkung der Versorgungssicherheit.

Die patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung (PAV) ist aus BPAV-Sicht ein wesentlicher Bestandteil der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und damit der Versorgungssicherheit der Patienten.

Der Bundesverband Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer e.V. (BPAV) setzt sich dafür ein, die Qualität in der Arzneimittelabgabe und damit der Arzneimitteltherapiesicherheit zu erhöhen, sowie die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung zu schaffen. Vor diesem Hintergrund begrüßt der BPAV ausdrücklich den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der GKV (GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz – AMVSG), in dem explizit auf die PAV eingegangen wird.

Die Änderung des § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 AMPreisV sieht der BPAV als richtig an, da hierdurch Rechtssicherheit bei der Frage der Entnahme von Teilmengen, die patientenindividuell verblistert werden, entsteht – eine Forderung, die der BPAV schon seit einiger Zeit formuliert. Auf diese Weise haben Apotheken einen sicheren Erstattungsanspruch bei der Abgabe von patientenindividuellen Blistern aus Teilmengen von Fertigarzneimitteln, nachdem ein Urteil des Bundesgerichtshofes im Jahr 2015 Rechtsunsicherheit geschaffen hatte. 

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