Für Pharmazeutische Blister

Positionen des BPAV im Überblick

Komplettes Positionspapier des BPAV als PDF zum Download

1) Demographische Ausgangslage

  • 2050 hat Dtl. 10 Mio. weniger Einwohner, aber
  • 10 Mio. mehr Menschen als heute werden über 65 Jahre und rund
  • 9 Mio. Menschen insgesamt über 80 Jahre alt sein

    --> starker Anstieg des Anteils der multimorbiden Patienten, die polypharmazeutisch versorgt werden müssen

2) Vorteile des Verblisterns auf einen Blick

  • Mehr Zeit für die Pflege (ambulant u. stationär) der Patienten durch Medikationsstellung der Dauermedikation (ca. 80%)
  • Verbesserung der Therapietreue bei den Patienten – pharmazeutische Blister erlaubt beliebig viele Einnahmezeitpunkte
  • Einsparung von Behandlungskosten aufgrund falscher Medikation
  • Fehler beim Stellen der Arzneimittel sind technologisch praktisch ausgeschlossen (1:100 beim manuellen Stellen; 1:1.000.000 maschinell)
  • Therapiefreiheit des Arztes, weil volles Sortiment von Arzneimitteln
  • Arzneimüllvermeidung und Sortenreinheit des Verpackungsmülls für das Recycling

3) Verbesserung der Arzneimittelsicherheit

  • Verblisterer haben eine Herstellungserlaubnis nach §13 AMG (u.a. GMP-Standards)
  • Herstellung pharmazeutischer Blister unter Reinraumbedingungen
  • Maschinelle, foto-optische Kontrolle der Blister
  • Vermeidung von Manipulation (Tablettenteilungen)
  • Lieferantenprüfung und Dokumentation der abgegebenen Arzneimittelchargen auf Patientenebene verhindern Einschleusen von gefälschten Packungen

4) Digitale Pharmazie

  • Jeder Patient hat einen elektronischen Medikationsplan
  • Digitale Tablettenbestandskonten ermöglichen Transparenz der Einnahme
  • Rechtzeitige Rezeptanforderungen vereinfachen der Verordnungsprozess
  • Vernetzte Lösungen Apotheke/Heim/Arzt schon seit langem vorhanden

5) Pharmazeutische Blister senken Kosten und Personalbedarf in der Pflege

  • Pflegepotenzial von ca. 6.000 Pflegekräften bei flächendeckender Einführung der Verblisterung durch den Apothekenmarkt stünde rasch zur Verfügung
  • Sinkende Hospitalisierungsrate: kürzere Krankenhausverweildauer = Einsparung von ca. 1.360 € pro Jahr und Patient
  • Weniger Arzneimittelmüll (allein in Deutschland ca. 4.000t/Jahr) da kein Verwurf

6) Patientensicherheit und -information wird gefördert

  • Herstellerchargen-Dokumentation erstmalig umfänglich bis zum Patienten möglich
  • Blister-Informationen dienen dem Pflegepersonal im Patientengespräch
  • Herstellerinformationen werden zusätzlich online zur Verfügung gestellt

 

7) Keine wettbewerblichen Verwerfungen im Arzneimittelmarkt durch Verblisterung

  • „Verblisterte“ Patienten sind von der Versorgung über Versandhandel praktisch ausgeschlossen
  • PAV über Blisterzentren trägt zum Erhalt der Apotheke vor Ort bei
  • Wirtschaftsleistung wird weiterhin dezentral erbracht

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