load images

Blister-Infobrief 3/2019

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Sie erhalten den Blister-Infobrief Ausgabe 3/2019. Mit dem Blister-Infobrief informieren wir Sie vierteljährlich über aktuelle gesundheitspolitische Themen und Neuerungen aus dem pharmazeutisch-industriellen Bereich mit Bezug zur Patientenindividuellen Arzneimittelverblisterung (PAV). Mit dem Blister-Infobrief bleiben Sie stets auf dem Laufenden! Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns über Ihre Anregungen.



IN EIGENER SACHE

Pressemitteilung: Medikationsprozess zu Hause: Nicht länger Probleme verschweigen

Berlin, 10. Juli 2019. Ende Juni hat das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) eine Studie über den Medikationsprozess in der ambulanten, häuslichen Pflege vorgelegt. Im Ergebnis läuft gerade beim wichtigen Medikationsprozess vieles schief. Über drei Viertel, 77%, der vom ZQP Befragten berichten über Probleme im Zusammenhang mit der Medikation bei zu pflegenden Angehörigen - 23% empfinden insbesondere die Aufgabe der Medikationsgabe belastend. Weitere Informationen fidnen Sie unten.

Weitere Informationen


Pressemittelung: BGH-Urteil zu kleinen Geschenken in der Apotheke

Berlin, 11. Juni 2019. Das Urteil des Bundesgerichtshofs (Aktenzeichen: I ZR 206/17) stellt klar, dass kleine Zugaben bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Apotheken ausnahmslos nicht mehr gestattet sind. Das bedeutet für die patientenindividuelle Arzneimittelverblisterung (PAV) erst recht, dass sie keine Gratisleistung sein darf. "Wenn jetzt selbst Taschentücher tabu sind, dann steht für uns außer Frage, dass Zugaben in Größenordnungen, wie sie unsere Verbandsmitglieder erzeugen erst recht tabu sind“, sagt BPAV Vorsitzender Hans-Werner Holdermann. 

Weitere Informationen


Pressemitteilung: IQWIG-Report zur Patientenindividuellen Arzneimittelverblisterung (PAV)

Berlin, 20. Mai 2019. Der im Juni 2018 beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) in Auftrag gegebene Bericht zur PAV wurde veröffentlicht. Der Bundesverband Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer begrüßt die "Erkenntnis", dass die PAV Stellfehler vermeidet und die Mitarbeiter*innen in der Pflege entlastet. Nun fordert der BPAV das Bundesgesundheitsministerium auf, rasch das vom IQWIG vorgeschlagene Studiendesign umzusetzen, damit der PAV-Nutzen allgemein anerkannter Stand der Wissenschaft wird.

Weitere Informationen



POLITIK UND GESETZGEBUNG


Konzertierte Aktion Pflege

Mehr Ausbildung, mehr Personal und mehr Geld – all das soll die Konzertierte Aktion Pflege, initiiert durch Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ermöglichen.  Ein Jahr nach der Bildung fünf verschiedener Arbeitsgruppen wurden die Ergebnisse nun in einer gemeinsamen Aktion vorgestellt. Ziel war es Lösungen zu finden, die den Arbeitsalltag von Pflegekräften spürbar verbessern würden. 


Weitere Informationen


Drei neue Gesetztesinitiativen aus dem BMG

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den 17.07.19 drei neue Gesetze aus dem BMG auf den Weg gebracht. Dabei handelt es sich um das Masernschutzgesetz, das MDK-Reformgesetz und das Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken.

Ersteres sieht eine Masern-Impfpflicht ab März 2020 vor. Vor der Aufnahme von Kindern in eine Kita oder Schule muss dann nachgewiesen werden, dass die Kinder ordnungsgemäß geimpft worden sind. Bei Nichtbefolgen dürfen Kinder nicht aufgenommen werden. Zudem drohen Bußgelder bis zu 2500 Euro. (Mehr)

Durch das MDK-Reformgesetz soll der Medizinische Dienst künftig als unabhängige Körperschaft des öffentlichen Rechts organisatorisch von den Krankenkassen getrennt werden. Des Weiteren sollen die Prüfungen der Krankenhausabrechnungen einheitlicher und transparenter gestaltet werden. (Mehr)

Das Vor-Ort-Apotheken-Gesetz soll das Boni-Verbot von rezeptpflichtigen Arzneimitteln nun auch für ausländische Versandapotheken durchsetzen. Durch Zuschläge für unterschiedliche Leistungen sollen zudem 215 Millionen Euro mehr in die Apotheken fließen. Auch sieht das Gesetz vor, dass Grippeimpfungen in Zukunft in Apotheken durchgeführt werden können. Dieses Vorgehen wird zunächst in Modellprojekten getestet. (Mehr)



Pflegekosten: Familien sollen entlastet werden 

Die Bundesregierung plant Angehörige von Pflegebedürftigen zu entlasten. Das Kabinett hat dafür gestern, am 14.08.19, einem Gesetzesentwurf zugestimmt. Ab 2020 müssen Kinder pflegebedürftiger Eltern erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 100.000 Euro einen Anteil zum Unterhalt ihrer Eltern beisteuern. Zusätzlich sollen Menschen mit Behinderungen, die eine reguläre Berufsausbildung anstreben, unterstützt werden. 

Weitere Informationen



WEITERE MELDUNGEN


Bertelsmann-Stiftung: Zu viele Kliniken in Deutschland

In Deutschland gibt es zu viele und oft zu kleine Krankenhäuser. 57 Prozent der Kliniken kommt auf weniger als 200 Betten. Ca. 460 der 1400 Einrichtungen kämen auf weniger als 100 Betten und wären für Notfälle medizintechnisch und personell nicht ausreichend ausgestattet. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Berliner Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Ein Vergleich mit anderen EU-Ländern zeigt: In Deutschland gibt es 65 Prozent mehr Krankenhausbetten pro Einwohner als im EU weiten Durchschnitt. Dies führt dazu, dass es in Deutschland mehr Klinikpersonal pro Einwohner, jedoch weniger Personal pro Patienten gibt. Für eine qualitativ hochwertige Versorgung wären weniger als 600 Krankenhäuser notwendig.

Weitere Informationen


Pflege Report 2019

Der Pflege-Report widmet sich jährlich den relevante Themen der Versorgung von Pflegebedürftigen. Mit dem Untertitel „Mehr Personal – aber woher?“ fokussiert sich die Ausgabe in 2019 auf unterschiedliche Maßnahmen, die ein quantitativ wie qualitativ ausreichendes Angebot an Pflegepersonal sicherstellen sollen. Der knapp 340 seitige Report in Buch Format steht als kostenfreier Download zu Verfügung.

Weitere Informationen


Medikamente in der häuslichen Pflege – Gesundheitsrisiken für Patienten und Angehörige

Das Zentrum Qualität in der Pflege (ZQP) hat jüngst eine Analyse zu häuslicher Pflege aus der Sicht der pflegenden Angehörigen vorgestellt. Beinahe 80% der Befragten berichten von Problemen im Medikationsprozess. Da bei der häuslichen Pflege häufig mehrere Personen am Medikationsprozess beteiligt sind, u. a. Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker, Angehörige und Pflegebedürftige selbst, kommt es nicht selten zu Irrtümern und Missverständnissen. Eine nicht sachgerechte Medikation kann im Folgeschluss dazu führen, dass die Wirkstoffe nicht den gewünschten Effekt haben. Dies kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Weitere Informationen


Keine Zeit, kein Frühstück: Was der Pflegenotstand bedeutet

In einem ausführlichen Artikel in der Süddeutschen Zeitung berichten vier unterschiedliche Akteure von ihren Erfahrungswerten im Pflegebetrieb. Pflegekraft, Patientin, Oberärztin und Geschäftsführer - alle spüren sie den Pflegenotstand auf verschiedene Weise und müssen ihren Arbeitsalltag entsprechend anpassen. 


Weitere Informationen


Pflegepersonal setzt sich selber zu viel unter Druck

Personalmangel und Zeitdruck erzeugen Stress. Pflegende sind daher besonders gefährdet an einer psychischen Erkrankung zu leiden. Denn laut Umfragen fühlen sich 86% regelmäßig müde und ausgebrannt. Kaum ein Wunder also, dass sich die Hälfte der Befragten sicher ist, ihren Beruf nicht bis zur Pensionierung auszuüben. Menschen, die es gewohnt sind, anderen zu helfen erkennen selbst häufig erst spät, dass auch sie Hilfe benötigen. Experten raten daher, dass sich Pflegekräfte frühzeitig an externe Beratungen wenden, wenn sie das Gefühl haben, der psychischen Belastung nicht mehr standzuhalten. 

Weitere Informationen


TERMINE

17.08. -18.08.19 Tag der offenen Tür der Bundesregierung (Mehr)
01.09.19 Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen
08.09.19 Tag der Ein- und Ausblicke im Deutschen Bundestag (Mehr)
17.09.19 Erstmaliger Welttag der Patientensicherheit (bisher "Internationaler Tag der Patientensicherheit") (Mehr)
20.09.19 Der Bundesrat berät über den Entwurf des Pflegelöhneverbesserungsgesetzes (Mehr)
27.10.19 Landtagswahlen in Thüringen


Das Archiv zu den vorherigen Ausgaben des Blister-Infobriefs finden Sie hier.

Der BPAV hat sich im Herbst 2009 gegründet und hat derzeit 21 Mitglieder. Der BPAV vertritt die Interessen der Blisterunternehmen in Deutschland gegenüber der Politik sowie gesellschaftlich relevanten Gruppen und den Medien. Der Verband pflegt enge Kontakte zu Blisterunternehmen und Organisationen in den Nachbarländern.

BPAV
Geschäftsstelle
Albrechtstraße 13
10117 Berlin
Deutschland

030-8471226815
berlin@blisterverband.de

     

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren