22.08.2012 | Pressemitteilung

Medikationsmanagement bei Senioren immer wichtiger

Berlin – Der Bundesverband Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer e.V. (BPAV) weist auf die Gefahr von Wechselwirkungen durch die parallele Einnahme verschiedenster Medikamente bei älteren Menschen hin. Durch ein konsequentes Medikamentenmanagement, wie es die Dienstleistungsgemeinschaft Apotheke und Blisterzentrum anbietet, können viele Folgeerkrankungen vermieden werden.

Die Menschen werden immer älter und es lassen sich  immer mehr Krankheiten mit Arzneien behandeln. Über die Hälfte aller Rezepte in Deutschland wird für  über 60-Jährige ausgestellt. Zu den unterschiedlichen Wirkweisen hinsichtlich der Dosis von Medikamenten kommen insbesondere teils gefährliche Wechselwirkungen hinzu, die dauerhafte Organschäden verursachen können. Die patientenindividuelle Verblisterung kann bei Polymedikation eine wertvolle Hilfestellung sein. Alle Medikamente werden zentral in der Apotheke erfasst und der Patient wird umgehend auf mögliche Gefährdungen hingewiesen.

„Es ist an der Zeit, dass wir einen flächendeckenden Beitrag dazu leisten, älteren, multimorbiden Menschen auch im Alter Wohlbefinden zu verschaffen. Durch die zentrale Erfassung aller Medikamente, die ein Patient mitunter von verschiedenen Ärzten verschrieben bekommt, können Wechsel- und schwere Nebenwirkungen ggf. sogar ganz vermieden werden“, sagte der BPAV-Vorsitzende Hans-Werner Holdermann am Dienstag in Berlin. Das würde zudem die Kosten für Krankenhauseinweisungen bei älteren Menschen durch Falschmedikation drastisch senken. Einen weiteren Vorteil, den die Dienstleistungsgemeinschaft Apotheke/Blisterzentrum böte, sei die therapiegetreue, vom Arzt verordnete Einnahme. „Wenn der Patient oder die Pflegekraft lediglich darauf Acht geben muss, dass der Einnahmezeitpunkt richtig gewählt ist, hat die Therapie ganz andere Erfolgschancen. Außerdem wird das Wohlbefinden gesteigert. Warum sollen sich ältere Menschen damit abfinden, dass sie sich unwohl fühlen – und das ggf. durch zu viel Medikamente in der falschen Kombination und zum falschen Zeitpunkt eingenommen?“ fragt Holdermann bewusst provokant.

Der BPAV wurde Ende 2009 gegründet. Dem Verband gehören Unternehmen an, die nach deutschem Recht (§ 13 AMG) patientenindividuelle pharmazeutische Blister herstellen dürfen. Der  Verband hat aktuell neun Blisterzentren und acht fördernde Partner als Mitglieder.

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Ansprechpartner: Udo Sonnenberg, BPAV Geschäftsstelle, Tel. 030 – 847 122 68-15
Email: presse@blisterverband.de

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