22.03.2016 | Pressemitteilung: Beipackzettel lesbarer machen und gleich digitalisieren

Berlin, 22. März 2016 – Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 18.3. eine Entschließung auf Antrag des Saarlandes verabschiedet, wonach Packungsbeilagen von Arzneimitteln lesbarer gestaltet werden sollen. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung in dem Antrag auf, hier im Sinne einer Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit tätig zu werden. Der BPAV begrüßt diese Entschließung und fordert zudem die digitale Weiterleitung durch den Apotheker gleich mit zu berücksichtigen.


In dem Entschließungsantrag heißt es wörtlich: „Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, sich auch weiterhin auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, dass die Lesbarkeit der Packungsbeilagen von zentral oder dezentral in mehreren Mitgliedstaaten zugelassenen Arzneimitteln für Patientinnen und Patienten verbessert wird". Dieser politische Schwung sollte genutzt werden, um gleich auch die Aspekte der Digitalisierung dieser Informationen zu berücksichtigen.

 

„Vor kurzem hat der Deutsche Bundestag mit dem sogenannten E-Health-Gesetz einen kleinen Fortschritt in Richtung Digitalisierung getan. Die deutschen Blisterzentren arbeiten schon seit Jahren mit elektronischen Medikationsplänen und der vollständigen Digitalisierung von Informationen für die Patienten und Pflegekräfte“, sagt der BPAV-Vorsitzende Hans-Werner Holdermann. „Wenn jetzt eine Vereinfachung der Lesbarkeit von Packungsbeilagen gefordert wird, wäre es naheliegend, gleich mit zu entscheiden, dass diese Informationen erstens auch digital zur Verfügung gestellt werden und zweitens dem Apotheker die elektronische Weitergabe gestattet wird. Damit wäre ein wirklicher Meilenstein mit Blick auf die Arzneimitteltherapiesicherheit im Interesse der Patienten erreicht“, so Holdermann.

 

Der BPAV wird sich aktiv im Bundesgesundheitsministerium für diese Erweiterung des guten Ansatzes stark machen.

 

Der BPAV hat sich im Herbst 2009 gegründet und hat derzeit 22 Mitglieder. Der BPAV vertritt die Interessen der Blisterunternehmen in Deutschland gegenüber der Politik sowie gesellschaftlich relevanten Gruppen und den Medien. Der Verband pflegt enge Kontakte zu Blisterunternehmen und Organisationen in den Nachbarländern.

                  

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